| 3. Etappe Ischgl - Naturns: Zurück im Rennen |
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| Geschrieben von: Katja | ||||||||||||||||||||||||||
| Montag, den 15. August 2011 um 19:04 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||
Nach der bescheiden verlaufenen 2. Etappe wissen wir nicht so recht, wie wir die 3. Etappe angehen sollen. Das Teilstück weist zwar wieder ordentlich Höhenmeter auf, aber keinen „namhaften“ Pass. Tobadill, Norbertshöhe sowie die Vinschgauer Höhenstraße stehen im Profil. Den Tobadill kennen wir schon von der Transalp 2009, dieses Mal wird aber eine kleine Schleife, die noch ein paar steile Höhenmeter extra gebracht hätte, weggelassen. Trotzdem ist der Hügel – mehr ist es nicht – stellenweise unangenehm steil. Die Norbertshöhe ist dann der erste "richtige" Berg des Tages, aber nur mäßig anspruchsvoll und ohne Steigungsspitzen. Sie ist auch Teil des Drei Länder Giro, dort empfindet man das aber sicher anders, denn bei dieser Veranstaltung ist es die letzte Steigung vor dem Ziel in Nauders. Die letzte größere Steigung ist die Vinschgauer Höhenstraße. Dazu haben wir vorher keine Infos und lassen uns mal überraschen ...
Von Ischgl geht es über See immer leicht bergab, bis bei Landeck von der Hauptstraße abgebogen und das Rennen hinauf zum Tobadill freigegeben wird. Obwohl der Anstieg im Streckenbriefing ausführlich vorgestellt wurde, obwohl wir doch recht weit vorn (immerhin noch Block B) im Feld unterwegs sind, passiert, was man kaum glauben mag: Es gibt am Abzweig einen Stau, ein Fahrer steht quer auf der Straße und versucht, die Kette wieder aufzulegen, allgemeines Tohuwabohu, nix geht mehr vorwärts - entzückend! Nach diesem Intermezzo der besonderen Art läuft es am Anstieg recht ordentlich, was für eine Erleichterung nach gestern! Die enge Abfahrt vom Tobadill bringt uns hinab ins Tal, wo sich längere flache Passagen an- und wir zum ersten großen Feld aufschließen. Wir achten peinlichst darauf, genug zu essen und zu trinken, es soll uns nicht noch einmal so ein Anfängerfehler wie gestern passieren, aber das ist gar nicht so einfach, denn es wird gebrezelt, was das Zeug hält. Man muss höllisch aufpassen, nicht aus einer Gruppe rauszufallen und im „Niemandsland“ zu landen. An der Norbertshöhe attackieren wir bereits weit unten die direkte Konkurrenz in unserer Gruppe. Der Angriff verläuft erfolgreich und wir machen schnell Boden gut. An der Passhöhe ist die Konkurrenz schon außer Sichtweite. An die Norbertshöhe schließt sich ein in Wellen weiter steigendes Teilstück an, auf dem wir noch ein weiteres Mixed-Team überholen können. Über Nauders geht es dann auf einer kleinen Straße zur Westseite des Reschensees, wo sich eine kurze heftige Steigung anschließt, bevor die lange Abfahrt über die Reschenpassstraße hinab ins Vinschgau folgt.
Beim zweiten nächsten nennenswerten Anstieg zur Vinschgauer Höhenstraße haben wir nur noch eine Handvoll Mixed-Teams vor uns. Der Anstieg über ein kleines schmales Sträßchen ist vor allem im unteren Teil mit einigen steilen Rampen gespickt. Je weiter man nach oben kommt, desto flacher wird es schließlich. Hier holen wir die Etappen-Sieger von gestern ein. Sie haben heute wohl keinen guten Tag. Wir überholen beide und gehen vor ihnen auf die gerade und schnelle, aber sehr schmale Abfahrt durch Obstplantagen. Hier überholen uns die beiden bald wieder. Weitere Fahrer schließen auf und mit einer größeren Gruppe geht es rasant talwärts. Wir lassen es allerdings etwas vorsichtiger angehen als die Konkurrenz, das schmale Sträßchen behagt uns nicht, so verlieren wir ein wenig den Anschluss an die Gruppe.
Mit sehr gemischten Gefühlen fahren wir weiter, kurze Zeit später ist das Ganze vorerst ausgeblendet, und wir konzentrieren uns auf die verbleibenden Kilometer bis Naturns. Hier geht es erneut über schmale Wege, auf denen auch noch Passanten unterwegs sind, die wohl von der Rennveranstaltung keine Ahnung haben und sich entsprechend sorglos verhalten. Die letzte Welle nach Tarsch, gut 10 km vor dem Ziel, zieht mir richtig schön die letzten Kräfte aus den Beinen und wir verlieren noch mal den Anschluss an unsere Gruppe.
An diesem Tag liegt unser Quartier etwas abseits, in Latsch, ca. 12 km von Naturns entfernt. Daher kommen wir in den Genuss der örtlichen Eisenbahn und genießen 20 Minuten im klimatisierten Abteil, während auf dem parallel verlaufenden Radweg zig Fahrer/innen die letzten Kilometer zum Ziel noch vor sich haben. Abends "schwänzen" wir die Pastaparty und besuchen ein Restaurant vor Ort, das Essen ist sehr gut und der Abstand vom Pastapartyrummel tut gut. ![]()
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. September 2011 um 22:27 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||