| „Fahrt ins Wildenburger Land“ |
|
|
|
| Geschrieben von: Stefan Hoiboom | ||||||||||
| Montag, den 25. Juli 2011 um 16:26 Uhr | ||||||||||
Nachdem ich mich lange Jahre Ende Juli immer im Urlaub befand, war ich 2010 zu diesem Zeitpunkt mal wieder Zuhause in NRW - eine gute Gelegenheit, den Siegburger Radmarathon „Fahrt ins Wildenburger Land“ unter die Räder zu nehmen. Ich hatte schon von Vereinskollegen von der Qualität der Organisation und den landschaftlichen Schönheiten dieses Events gehört und wollte die Strecke deshalb selbst in Augenschein nehmen – ich wurde nicht enttäuscht! Das Wetter sollte den Prognosen zufolge nach der Hitze, die uns bis Mitte Juli heimgesucht hatte, am Morgen etwas frisch sein. Im Laufe des Tages sollten dann aber um die 20°C bei meist heiterem Wetter erreicht werden. Leichter aus Westen heranziehender Regen war im Tagesverlauf ebenfalls möglich. Ich erreichte den Startort etwas verspätet. Deshalb traf ich leider meinen Vereinskollegen Alex Neumann nicht mehr an, dafür aber viele andere Begleiter von früheren Marathons und Radreisen. Dann ging es los! Es war dicht bewölkt und sah entgegen der Vorhersage schon morgens nach Regen aus! Gleich nach dem Start führte die Strecke wunderschön über eine Allee entlang der Sieg Richtung Oberbergisches Land. Dort im Osten lockte auch noch die aufgehende Sonne unter klarem Himmel, im Westen zogen jedoch immer mehr Wolken auf. Nach 5 welligen Kilometern mit der Sieg im Blick unter uns und vorbei an einem der Anstiege des ehemaligen Wipperfürther Marathons zog sich die Strecke über viele Kilometer Richtung Neunkirchen-Seelscheid leicht bergan. Kleine Ortschaften säumten die Route, dazwischen wurden viele verwunschen anmutende Täler passiert Unsere 6er-Gruppe lief gut - ein paar Regentropfen störten unsere Stimmung nur wenig und zum Glück wurde es auch nicht mehr mit dem Regen. In Retscheroth bei Ruppichteroth war auf einem großen Parkplatz Kontrolle 1 aufgebaut. Das Angebot war mit belegten Broten, Äpfel, Bananen, Riegeln, Waffeln, Gummibärchen u. v. m. sehr reichhaltig! Die Strecke führte nun weiter Richtung Wiehl, dabei immer auf Nebenstraßen mit leichtem Auf und Ab. Nur selten sah ich ein Schild mit einem Ortsnamen, der mir bekannt vorkam. Bei Wiehl fuhr man kurz durch einen Vorort, dann verschwand man wieder im Wald, um bald K2 zu erreichen, die genauso reichhaltig bestückt war wie alle anderen Kontrollen. Auf dem nächsten Abschnitt befuhr man jetzt Teilstücke der RTF von Neunkirchen-Seelscheid, was der Schönheit der Strecke natürlich keinen Abbruch tat. Hatte ich bis jetzt schon einen sehr guten Eindruck von der Strecke, so wurde er auf der 200er-Schleife noch gesteigert. Erst ging es mit wunderschönem Blick auf die Wiehltalsperre hinauf nach Sinspert, dann über Eckenhagen hinein nach Rheinland-Pfalz. Die Täler sind hier noch einsamer und schöner als im Oberbergischen, nur der Asphalt ist nicht immer der Beste. Hinter Friesenhagen wurde es die Mittagskontrolle erreicht. Die war noch besser ausgestattet als die vorangegangenen - u.a. mit Nudeln, Kaffee, Milchreis, Cola, Broten, Gummibärchen, Äpfeln, Wassermelonen. Einfach spitze! Laut Höhenprofil waren jetzt nur noch 2 „Zacken“ auf den restlichen 80 km zu erklimmen, die jeweils aus dem Siegtal heraus ins Oberbergische führten. Weiterhin gab es wenig Verkehr dafür aber viel Panorama. Besonders hervorzuheben sind dabei das Mühlental und das Pritzental. Dazwischen passierte man die wunderschöne Ortschaft Wissen an der Sieg, wobei man sich den tollen Panoramablick über einen Anstieg – eine der erwähnten „Zacken“ – erarbeiten musste. Hinter Wissen erwartete uns in einem Nebental die 4. Kontrolle, danach ging es länger flach, aber in Windungen an der Sieg lang und schließlich den letzten „Zacken“ hoch nach Leuscheid. Zum letzten Mal führte die Strecke jetzt für längere Zeit bergab. Dann wurde bald an der Sieg K5 erreicht. Viele kleine Wellen schlossen sich an, die nun Richtung Westen führten - immer am Rande des Siegtals entlang mit Blick auf den Fluss. Flüssig konnte man dann die letzten Kilometer Richtung Ziel absolvieren. Im Ziel gab es auch für die letzten Marathonis noch reichlich Verpflegung, bei 1.000 Teilnehmern keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Der Siegburger Radmarathon ist eine Reise wert! ![]() ![]() |
||||||||||
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. Juli 2011 um 10:08 Uhr | ||||||||||