| 5. Etappe: über den San Pellegrino aufs Podium: Alleghe - Kaltern |
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| Geschrieben von: Katja | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Donnerstag, den 26. August 2010 um 23:07 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||||||||
Der erste Pass der heutigen Etappe, der San Pellegrino, sollte einige sehr steile Passagen haben, so hatte es Rennleiter Uli Stanciu am Abend vorher angekündigt. Schlimmer als Kühtai und Furkelsattel unkten einige. Solch „aufmunternde" Worte überhörten wir geflissentlich als wir uns im Startblock A auf das Rennen vorbereiteten. Dort sahen wir die inzwischen vertrauten Gesichter. Mir wurde „zugemunkelt“, dass ein weiteres vor uns liegendes Team aufgegeben hätte und heute nicht an den Start gegangen sei. Noch war das aber nur ein Gerücht, daher sagte ich Christina erstmal nichts und verdrängte die Gedanken an mögliche Platzierungsverbesserungen. So etwas konnte schlimmstenfalls die Konzentration auf die Etappe stören. Heute sollte es eine längere Neutralisation geben, die bis zum Einstieg in den San Pellegrino führte. Christina gab wie immer die Linie im Getümmel vor, insgesamt wurde jedoch in den Neutralisationen recht umsichtig gefahren, da war letztes Jahr mehr „Hauen und Stechen“ gewesen. Das Rennen wurde freigegeben und wir waren im Anstieg zum San Pellegrino. Im unteren Teil war es zunächst noch recht flach, nach oben hin wurde es immer steiler und bot ab Falcade immer wieder deutlich zweistelligen Steigungsprozente. Gut 1100 hm auf 18 km waren zu bewältigen. Die vorangegangenen Tage zeigten ihre Wirkung, die Beine waren nun schon am ersten Pass schwer. Da halfen nur noch unsere Kämpferqualitäten, es ging ans Eingemachte. Zum Glück war die Etappe heute nicht ganz so schwer und lang wie die gestrige. Die Anstiege nach dem San Pellegrino hatten auch nicht mehr dessen Schwierigkeitsgrad. Auf der Abfahrt vom Pellegrino konnten wir uns ein wenig zu erholen, es folgte der moderate Anstieg zum Karerpass, den wir gut raufkamen. Bevor es erneut bergan zum Hochplateau Deutschnofen ging, bot die lange Abfahrt nach Birchabruck Gelegenheit, sich etwas zu regenerieren. Der Anstieg nach Deutschnofen war zwar nicht so extrem steil wie der Pellegrino, aber doch anspruchsvoller als der Karerpass. Danach hieß es noch eine Welle „wegdrücken“, und es folgte die ca. 20 km lange Abfahrt runter Richtung Kalterner Tal. Im Tal erwarteten uns dann noch wärmere Temperaturen als wir ohnehin schon die letzten Tage gehabt hatten: 38 Grad zeigte das Thermometer am SRM. Die Rennsituation war immer noch unübersichtlich, das Frauenfeld auseinandergezogen. Daher wussten wir nicht, wie weit die Konkurrenz hinter uns war, dafür waren wir mittlerweile ziemlich sicher, dass wir um Platz 3 kämpften. Also drückten wir auf dem Flachstück Richtung Ziel und auf den letzten steigenden Kilometern nach Kaltern noch mal richtig aufs Pedal. Dort hatten wir 6 bzw. 4,5 Minuten auf die nachfolgenden Teams herausgefahren, und was wir schon geahnt hatten wurde nun auch offiziell bestätigt. Der dritte Platz in der Tageswertung brachte uns auch in der Gesamtwertung aufs Podium - wie geil war das denn? Wir freuten uns riesig, waren aber auch - erneut - schlagkaputt. Die Temperaturen auf den letzten Kilometern forderten ihren Tribut. Inzwischen war es schwierig geworden, genug zu essen und zu trinken. Außer Gels ging unterwegs nichts mehr rein und schon die kosteten reichlich Überwindung. Ich musste sie mir streng nach Zeitplan reinquälen, um ja nicht zu wenig zu essen. Zu den postiven Nachrichten des Tages gehörte auch, dass Wolfgang wieder im Sattel saß. Auch Hanno und Michael, das Team RuhrRacing - Putschblos, hatten sich in den letzten Tagen im Grand Masters-Klassement immer weiter nach vorne geschoben und rangierte nun auf Rang 28. Daneben gab es eine prominente Aufgabe zu vermelden: die mehrfache Weltmeisterin im Cross und Zeitfahren Hanka Kupfernagel, die in der Mixed-Kategorie an den Start gegangen war, hatte das Rennen aufgegeben. Am Abend hatten wir uns dann so weit erholt, dass wir fit genug waren, um die Siegerehrung zu genießen. Wie schon 2009 verbrachten wir die Nacht etwas oberhalb von Kaltern in einem kleinen Ort an der Straße zum Mendelpass. Dort war es wenigstens ein klein wenig kühler als im Brutkessel des Tals. ![]()
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 14. Januar 2011 um 22:21 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||||||||