| Vorbereitung: No Sweets 'til Mittenwald |
|
|
|
| Geschrieben von: Katja |
| Montag, 26. Juli 2010 um 00:08 Uhr |
|
Der Juni neigte sich dem Ende zu und endlich war es soweit: zum zweiten Mal nach 2009 stand die JTT auf meinem Wettkampfprogramm, dieses Mal zusammen mit Christina als Team RuhrRacing - Die Rennschnecken. Lange Monate der Vorbereitung lagen hinter uns, die bereits während des langen und harten Winters begonnen hatte, mit dem wir arg zu kämpfen hatten. So verbrachten wir gezwungenermaßen ungezählte Stunden auf der Rolle bzw. im ungeliebten Fitnessstudio. Als Ausgleich dafür konnten wir den Crossrädern aber auch immer wieder wunderschöne Winterlandschaften zeigen. Im Frühjahr folgte das obligatorische Trainingslager auf Mallorca, doch selbst da ließ uns der Winter noch nicht los. Obwohl wir später als in den Vorjahren, nämlich erst im März auf "der Deutschen liebster Urlaubsinsel" unterwegs waren, wurden wir Zeuge eines Wintereinbruchs, der so heftig war, dass die Einheimischen Erinnerungsfotos machten. Bis ins Flachland schneite es. Dort blieb der Schnee zwar nur einen halben Tag liegen, aber in den Bergen hielten sich die Reste etwas länger und animierten viele Einheimische dazu, mit ihren Familien zum "Begucken" von Schnee ins Gebirge zu fahren. Trotz der wenig erfreulichen Wetterumstände sammelten wir ordentlich Kilometer, und natürlich ging es auch danach weiter mit dem Training - immer das Ziel im Sommer vor Augen. Aber nicht nur das Radtraininjg, auch das alltägliche Leben wurde von der Vorbereitung auf das Event des Jahres geprägt. Wie schon im letzten Jahr gab es sowas wie ein unausgesprochenes Alkoholverbot seit Silvester! Außerdem fühlte ich mich bei jedem Stück Schokolade irgendwie von meiner Teampartnerin beäugt, selbst wenn die viele, viele Kilometer weit weg war ... (womit dann auch die Überschrift dieser Einleitung erklärt wäre - frei nach einer Motörhead-Schallplatte aus den Achtzigern :-)). Bekanntlich sind Trainingsfleiß und eine asketische Lebensweise allein aber nicht uns ausreichend für eine gute Form. Daher folgte ab April die dritte Säule unserer Vorbereitung, das Kapitel "Wettkampfhärte". Bei unterschiedlichsten Rennen wurde weiter an der Form gefeilt. Dabei blieben Stürze allerdings ebenso wenig aus wie diverse Materialschäden. Wie immer in solchen Fällen tröstet man sich mit der Aussicht, so alles Pech bis zum Start des Rennens abgearbeitet zu haben. Also nahmen wir es sportlich und hofften, von weiteren Problemen verschont zu werden. Eine Hoffnung, die sich als trügerisch erweisen sollte, doch dazu später mehr. Immerhin fiel bei den Vorbereitungsrennen das eine oder andere ordentliche Ergebnis ab, etwa am Schleizer Dreieck und zuletzt beim Trois Ballons, dem fast schon legendären Cyclosportive durch die Vogesen, über 205 km und 4000 hm mit einem bis zu 19 % steilen Schlussanstieg, der von den Franzosen als das kleine Alpe-d'Huez bezeichnet wird. Auch Christina hatte bei mehreren Rennen schon eifrig Erfolge gesammelt. Die Form schien also zu stimmen, die Transalp konnte kommen. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 28. Juli 2010 um 15:23 Uhr |